
Vorwort
Derzeit bilden Heilpraktikerschulen oder -institute in Schnell-, Kurz- und Fernstudienkursen ihre Interessenten mit Dozenten oder Lehrer aus, die selbst gerade ihre Amtsarztprüfung mit "Hängen und Würgen" bestanden haben. Von einer praktischen, jahrelangen Erfahrung gar nicht erst zu reden!
Diese leichtfertige und verantwortungslose Methode führt aber - neben dem schnellen Zuwachs der Mithelfer - in einer völligen Verkennung des unbedingt notwendigen, gründlichen Studiums zum Ruin aller.
Jeder fühlt sich berufen, seinen Senf laut kund zu tun, ob mit oder ohne Sinn oder einer intelligenten Äußerungen. Nur einige wenige schauen hinter die Kulissen und lassen sich nicht einlullen von cleveren Sprüchen, sondern denken selbst! Bravo!
Der in Deutschland einmalige Berufsstand des Heilpraktikers ist damit in erheblichem Maße gefährdet! Meine Voraussage: Der Beruf "Heilpraktiker" wird schon in 20 Jahren so wie jetzt nicht mehr existieren!
Immer und bei allen Heilberufen, bei dem der "geschäftliche" Erfolg im Vordergrund steht, kommt es zu einer kurzlebigen Wirkung und wenn sich die erhoffte Wirkung nicht einstellt, oft sogar noch zu gesetzwidrigen Handlungen mit verbotenen Therapien, Manipulationen oder ähnlichem. Es stellt sich nicht mehr die Frage, ob dem Patienten geholfen wird, sondern nur noch, womit kann ich am "schnellsten Geld" machen, ohne viel zu lernen!
Aber auch für den Heilpraktiker sollte der "Hippokratische Eid" zählen: arm oder reich, hoch oder niedrig, höflich oder unerträglich, jeder wird mit den geeignetsten Mitteln und sachlich - fachlichem Rat so behandelt, dass ihm kein Schaden zugefügt wird!
Dummheit, Faulheit und die "wahre göttliche Berufung" einiger Menschen schaden dem Rest der wirklichen Therapeuten in erheblichem Maße! Und solange die Verbände - und zwar alle - diesem Treiben nicht versuchen Einhalt zu gebieten, solange geht es weiter stetig bergab!
Denn wenn sich die Verbände in gegenseitigen Streitereien aufreiben, wer denn nun der Beste ist - keiner davon ist wirklich gut - solange haben die Heilpraktiker auch keine Lobby.
Für die Herren Ärzte sind Heilpraktiker sowieso nur Laien und Ärsche... "Bauern oder Hausfrauen mit medizinischem Halbwissen", wie es oft so schön heißt...? Aber woher kommen denn die Ärzte? Es waren Barbiere, Zahnzieher und Gliedereinrenker...
Doch wie sieht inzwischen die Wirklichkeit der Heilpraktiker aus: nur noch wenige Heilkünstler sind in der Lage, eine fachgerechte Anamnese durchführen
zu können, von einer klassischen Untersuchung einmal ganz abgesehen. Vielmehr experimentieren sie mit Computern oder mit Geräten oder sie Testen mit irgend welchen Vermutungen, um zu einer Diagnose zu kommen.
Häufig genug steht die Heilpraxis voll von Testampullen und der Heilkünstler hat alleine schon damit genug zu tun, um seine passenden Mittel wiederzufinden, die dann auch noch "intuitiv" dem Patienten "untergejubelt" werden. Eine echte Therapie ist weit weit davon entfernt.
Die große Gefahr sehe ich aber in der Tatsache, dass die Therapeuten selbst an den Sch... glauben, den sie dem Patienten andrehen. Sie wissen es wohlmöglich nicht besser, weil es ihnen so von irgendeiner "Koryphäe" beigebracht worden ist. Eine handfeste Ausbildung haben sie nie kennen gelernt!
Wer sich auf Geräte verlässt, wer pendelt oder wer auf die Bioresonanztherapie "abfährt", dem kann man nur wünschen, er möge doch selbst einmal krank werden und sich dann mit eine paar Drähten und Spulen behandeln lassen. Aber seltsamerweise sind genau die es dann, die als erstes zum Arzt laufen...
Wir haben im vergangenen Jahr sechs Heilpraktikerinnen mit Brustkrebs verloren! Vier davon waren "klassische Homöopathinnen", die sich sofort der Schulmedizin mit Bestrahlungen und Chemotherapie unterzogen haben, obwohl sie dem Wissen nach doch genau wußten, dass ihnen die Schulmedizin nicht helfen konnte!
Wo war denn ihr Vertrauen in den eigenen Beruf? Was haben sie ihren Patienten erzählt, die sie angeblich mit Naturheilkunde heilen wollten? Sind die etwa bewußt belogen worden? Anders kann es doch nicht sein, wenn die klassischen Homöopathen ihrer eigenen Medizin nicht trauen!
Vielleicht hat aber noch "Engelspray für die Aura" gefehlt, um sicher zu gehen und die "schädlichen Schwingungen" abzublocken.
Lernt zuerst einmal euer Handwerk von Grund auf und zwar nach den klassischen Methoden der Schulmedizin. Das ist kein Sakrileg, sondern eine Pflicht!
Die Behandlungen nebenbei auf dem heimatlichen Sofa nehmen immer mehr zu, wogegen zunächst nichts einzuwenden ist, wenn denn der Therapeut auch ein wenig Kenntnisse mitbringt.
Aber oft genug kommen die Damen und Herren Therapeuten über eine eigene Erkrankung oder die von Familienangehörigen zur Naturheilkunde und werden dann - "mal so nebenbei" - auch Heilpraktiker, weil es ja "Spass macht und so interessant" ist.
Mit der Gesundheit eines Menschen zu spielen, hat aber mit "Spass" nichts, aber auch gar nichts zu tun! Hier hört nämlich der Spass auf!
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Qui habet aures audiendi, audiat! Wer Ohren hat der höre!
Wenn Du im Internet nach Gesundheitsdaten suchst, wirst Du schnell etwas finden. Aber: es gibt nur ganz wenige verlässliche Daten, und auch die taugen nicht für Dich!
Kaum eine Info ist frei vom Kommerz! Fast alle sogenannten "Koryphäen" bekommen Gelder von Interessensgruppen.
Eine wirkliche Hilfe ist deshalb - und das gilt ganz besonders für Patienten - absolut aussichtslos!
Fazit: Finger weg vom Internet in medizinischen Dingen!
Erst wenn ihr überhaupt einmal einen Überblick über die Medizin und ihre Möglichkeiten bekommen habt, wenn ihr wisst, wie ein Kranker "aussieht und riecht", dann erst wendet euch der Naturheilkunde zu, studiert sie, vergleicht sie untereinander, glaubt nicht alles, sondern macht euch eigene Gedanken und schaut ruhig auch einmal auf die "verhasste" Schulmedizin, um auch deren Bedeutung kennen und schätzen zu lernen.
Bevor ihr vor den Folgen der Schulmedizin warnt, könnt ihr ja gerne einmal versuchen, einen Bewußtlosen mit Bachblüten zu beatmen!
Wer sich nicht intensiv mit einer Methode beschäftigt und sie nicht persönlich kennen gelernt hat, kann sie auch nicht beurteilen. Erst danach dürft ihr dann auch ein wenig "herumspinnen" und sogar auf Esoterik abfahren, solange ihr niemand damit schadet! Allerdings nur im stillen Kämmerlein, denn wer mit Geheimlehren, Zaubermittel oder ähnlichem vorgibt, sogar Krebs heilen zu können, der gehört bestraft und hinter Gitter!
Viele namhafte Ärzte wurden schon verurteilt, die sich über die Naturheilkunde der Krebstherapie angenommen haben und auch Erfolge vorzuweisen hatten - z.B. Dr. Issels in seiner Ringberg - Klinik - aber es hat noch NIE einen Heilpraktiker gegeben, der auch nur entfernt ähnliches mit seinen "Zaubermitteln" hätte bewirken können. Und auch die Schulmedizin hat bis heute noch nicht einen Krebskranken wirklich geheilt!
Kommt also runter vom Dünkel der großen Koryphäe, bleibt auf dem Boden der Tatsachen, bescheidet euch und geht mit der Gesundheit eines Patienten so um, als sei es eine Flasche hochexplosiven Nitroglycerins, die "jeden Augenblick in die Luft fliegen" kann.
Wie aber soll sich das "Greenhorn" seinem Erkrankten gegenüber verhalten? Denn ein Kranker ist weder vernünftig, noch hat er Geduld oder gar Verständnis. Es interessiert ihn auch nicht, wie der Heilpraktiker zu einer Diagnose kommt, er will schnell wieder gesund werden, koste es was es wolle. Und er möchte so wenig wie möglich selbst mitarbeiten. Er gibt seine Probleme in der Praxis ab und will ganz schnell einen Erfolg sehen!
Der junge Heilkünstler verfügt aber mit der Anamnese und körperlichen Untersuchung über eine schnelle und sichere Methode, um ein psychologisches Vertrauensverhältnis zum Patienten aufzubauen, das für den Erfolg einer Behandlung von großer Wichtigkeit ist. Nur er muss diese Untersuchungsformen lernen - und - auch beherrschen!
Schließlich muss er seinem Patienten auch in verständlicher Weise kurz erklären, zu welchem Resultat er gekommen ist und um was es sich in seinem Falle möglicherweise handelt, was man tun kann und wie man weiter vorzugehen gedenkt, denn der Kranke muss schließlich seine Heilung einleiten, der Therapeut kann ihm nur raten!
Ich möchte hier nicht der gewaltigen Entwicklung von Labor, Röntgen und anderen technischen Geräten ( und den damit verbunden Kosten ) entgegen stehen.
Nur - einen Meister seines Faches erkennt man an seiner Beschränkung auf das Wesentlich und - vor allen Dingen auf brauchbare Methoden, die das Notwendige erkennen lassen und mit denen auch ohne Hokuspokus und technischen Hilfsmitteln ein sicheres Ziel erreicht wird.
Dazu gehört, die Masse von Medikamenten und therapeutischen Möglichkeiten auf ein absolutes "Muss" zu beschränken, auch die der naturheilkundlichen Präparate.
Meine Seminarangebote sind entstanden, weil mich Auszubildende immer wieder gebeten haben, doch weiter praktische Ausbildungen für sie zu machen. Ich möchte damit auch die Möglichkeit bieten, für wenig Geld gute Qualität zu liefern und auch Lernen erschwinglich machen. Mein Interesse lag noch nie beim Geld, sondern der Spass am Lernen und die Weitergabe meines praktischen Wissens ist mir wichtig!
Wo findet der junge Heilpraktiker denn noch einen alten, erfahrenen Lehrer?
Dass wir darüber hinaus zufällig ein ausgezeichnetes Haus zur Verfügung haben, macht den Unterricht für alle Beteiligten des Weiteren auch noch für ein paar Stunden zur Erholung.
Ich bitte aber um Verständnis, wenn ich über die angebotenen Bedingungen keine weiteren Ausnahmen mehr zugestehen kann. Ich möchte so lange wie möglich diese Ausbildungsstätte auch noch für andere Teilnehmer haben. Außerdem auch zu diesen preislichen Bedingungen.
Nirgendwo gibt es Seminare, wo man seinen Partner oder seine Kinder bei einem solchen Preis - Leistungsverhältnis mitbringen kann.
50 Jahre klinische Erfahrung - auch in der Naturheilkunde - an die weiter zu geben, die sie haben möchten, ist meine Absicht. Die anderen sollen zu Hause bleiben. Niemand wird sie vermissen.......
Bei den Seminaren sollen sich Freude und Lernen die Waage halten - beides gehört zusammen - und bei den fast familiären Seminaren gilt der Spruch: Einer für alle - alle für einen.
Ich mache die Seminare, weil sie mir - noch - Spass machen! Aber ich bin kein professionelles Unternehmen! Ich muss weder davon leben noch will ich Millionär dadurch werden. An dem Tage aber, wo der Spass aufhört, werde ich auch aufhören.......
Also akzeptiere es so wie es ist oder lasse es! Merke: In dem was Du kannst liegt Dein Wert!
Überprüfe Deine Wahrnehmungen!
Kontrolliere Deine Sicht auf Tatsachen!
Kenne Deine Grenzen und überschreite sie nicht!
Überdenke mehrfach Deine Vorschläge zur Beratung!
Überprüfe Deine Untersuchungen auf eine Differentialdiagnose! Keine Experimente bei unbekannter Ursache oder fremder Therapie!
* Heilpraktiker steht hier auch für Heilpraktikerin ohne Herabwürdigung der Geschlechter.
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