D I A G N O S E R Ä T S E L

Der Geistesblitz
Die kostenlosen Diagnoserätsel sollen dem Studierenden fallbasiertes Lernen vermitteln, seine erlernten Fähigkeiten überprüfen und abklären, ob er die Frageform der Multiple- Choice - und der danach noch folgenden mündlichen Prüfung mit seinem "schlummernden" Wissen auch beherrscht.
Reichen die Kenntnisse aus Anatomie, Physiologie und Pathologie aus, die typischen Krankheitsbilder zu erkennen? Kann man aus der Fülle der klinischen Bilder wesentliches von unwesentlichem trennen? Werden die Leitsymptome einer Krankheit klar dargestellt und eine Notfallsituation sofort erfasst?
Die hier vermittelten Fälle sollen zunächst als Lernstoff anhand von Krankheitsbildern auf dem Weg zur Diagnosefindung und Therapie der Heilpraktiker verstanden werden.
Das Gelernte kann später in der Praxis bei der Lösung von realen Problemen angewendet werden. Es werden abwechselnd schwere oder weniger schwere Krankheitsbilder ( mit Arztbefunden, Röntgen- oder Laborbefunden, Zeichnungen, Erklärungen und Fotos von Patienten ) aus allen medizinischen Gebieten vorgestellt. Die Diagnoserätsel können deshalb auch von bereits in der Praxis tätigen Kolleginnen oder Kollegen noch sinnvoll genutzt werden.
Wer Interesse daran hat, schickt mir seine Anschrift ( bitte Wohnort und E-Mail - Adresse noch einmal separat unter die Anforderung - Danke! ) unter dem Menüpunkt
zu und bekommt dann die Unterlagen kostenlos einmal monatlich über E-Mail in seinen Computer.
Es kommt immer wieder einmal vor, dass trotz korrekter E-Mail Adresse die Diagnoserätsel zurückkommen oder nicht zugestellt werden können! Wenn ein solches Rätsel nicht ankommt, sollte man versuchen, eine andere E-Mail Adresse anzugeben. Oder rufen Sie mich an.
Wir haben oft selbst keine Möglichkeit einer Rückmeldung mehr. Es ist also kein böser Wille, wenn ein Rätsel nicht ankommen sollte! Es wird auch niemand "vergessen", der sich an den Rätseln beteiligen möchte. Wenn Sie also kein Diagnoserätsel bekommen, melden Sie Sich bei mir.
Und bitte - melden Sie die Rätsel ab - wenn Sie keine mehr möchten! Wir versenden inzwischen am Monatsende fast Hundert Rätsel! Was einmal als Spass angefangen hat, ist inzwischen ein Volltimejob, so beliebt sind die Diagnoserätsel inzwischen geworden.

Aus gegebenem Anlass möchte ich auf folgendes hinweisen: die Inhalte dieser Diagnoserätsel sind nach dem europäischen Recht ( Copyright ) urheberrechtlich geschützt. Sie können zu Lernzwecken von der Homepage kopiert werden, unterliegen aber ansonsten dem Urheberrecht.
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Die Lösung eines Falles findet sich jeweils einen Monat später HIER AUF DIESER SEITE am Schluss unter der Monatsnummer.

Zu den Rätseln:
Krankheitsbilder, wie sie immer wieder in der allgemeinen Praxis vorkommen, sollten einfach und unkonventionell erkannt und ohne unnötige und überflüssige, oft kostentreibende Untersuchungen, dessen Bezahlungen für die eigene Praxis verloren sind, auch therapiert werden können.
Auch daran sollte der Heilpraktiker denken, wenn er über die Symptomatik eine Diagnose sucht. Viele zusätzliche Untersuchungen kann man sich ersparen, wenn der Patient von einem Arzt kommt und mitteilt, er sei "auf den Kopf gestellt worden", aber der Arzt habe nichts gefunden. Die Anamnese - das aufmerksame Zuhören - erbringt oft viel viel mehr als jede Untersuchung! Deshalb nicht sofort eine Riesensuchaktion starten, sondern sehr bedacht zunächst an die Kosten denken und überlegen, ob wirklich weitere Untersuchungen zum jetzigen Zeitpunkt angesagt sind und wenn ja, was diese Ergebnisse für den Patienten aussagen und ob ein ' Kosten - Nutzen - Verhältnis diese Untersuchungen auch rechtfertigen?
Jedes Krankheitsbild - übrigens aus allen Bereichen der Pathologie - wird ausführlich, klar und umfassend dargestellt. Soweit wie möglich werden Krankheitsgeschichte, Ursachen, differentialdiag-nostische Fakten, alle Untersuchungsergebnisse, Bilder, Tabellen, Laborbefunde und ähnliches, die zur Erkennung der Erkrankung wichtig sind, mit eingeflochten.
Die diagnostischen Überlegungen sollen zunächst möglichst individuell und ohne Hinweise aus Büchern oder Lernhilfen versucht werden, um ein Krankheitsbild zu erfassen und logisches Denken bei der Überprüfung von Erkrankungen zu üben.
Dabei spielt die Suche nach einem Leitsymtom und dass dann erforderliche logische Vorgehen und die schrittweise Abklärung für jede Erkrankung die wichtigste Rolle und hilft den "Diagnostischen Blick" zu schärfen ........
aber
wenn ich nicht weiß, dass es eine bestimmte Erkrankung gibt, erkenne ich sie nicht. Wenn ich eine bestimmte Erkrankung nicht erkenne, kann ich nicht danach suchen. Wenn ich nicht danach suchen kann, kenne ich auch keine Leitsymptome von ihr!
Das bedeutet, ich muss mich zunächst soweit wie möglich mit den Krankheitsbildern auseinander setzen und ihre Leitsymptome kennen lernen. Das ist aber in der Praxis unmöglich, niemand kennt alle Erkrankungen oder Leitsymptome. Deshalb sollte man sich zunächst auf das Alltägliche beschränken. Raritäten sind nicht nur ausgesprochen selten, sie sind fast immer bei ihrem Auftreten schon erfasst ( Presse, TV etc ).
Wir werden auch einige Tropenkrankheiten behandeln - denn immer häufiger sind sie Mitbringsel aus dem Urlaub und kommen unspezifisch auch bei uns vor - ohne erkannt zu werden. Oft gelingt die Diagnose erst bei stark ausgeprägtem Krankheitsbild oder wenn sie lehrbuchähnliche Symptome aufweist, was ja oft genug nicht mehr der Fall ist!
Die Gefahr, eine Infektionskrankheit mit Meldepflicht nicht zu erkennen, ist deshalb sehr groß und sollte in der Praxis nicht unterschätzt werden!
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Ein Wort noch zum Trost: wenn die übermittelten Krankheitsbilder nicht zur Diagnose führen, so ist das kein Beinbruch. Man versucht es dann eben noch einmal. Übrigens lassen sich die Bilder auf den Rätselseiten nach dem Übertragen auch einzeln anklicken und vergrößern. Sie sind mit Mikrosoft Word gespeichert.
Alle Krankheitsbilder werden einen Monat später in Kurzform auf dieser Seite besprochen und erklärt, sie können also nachgelesen, kopiert oder ausgedruckt werden. Darüber hinaus bin ich zusätzlich immer ansprechbar, wenn Probleme entstehen sollten.
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Immer sind zunächst die Leitsymptome einer Erkrankung zu suchen!

Was ist ein Leitsymptom: Eine Begleiterscheinung von Symptomen, die typisch für ein bestimmtes Krankheitsbild sind! Was ich sehe, was ich höre, was ich fühle und was auffällig ist und was erst im Krankheitsfalle von der Norm abweicht oder dabei entsteht.
Welche Begleitsymptome sind vorhanden: Schmerzen, Fieber, Hautausschlag, Lymphdrüsen, Leber- Milzschwellung, Schwindel, Aggressionen, Vergiftungen, deutlich sichtbare Veränderungen oder ähnliches.
Warnsignale: plötzlicher Beginn, besonders jenseits des 40. Lebensjahres, Epileptische Anfälle, Wesensveränderung, neurologische Ausfälle.
z.B.: Leitsymptom Asthma: ist die anfallsweise auftretende Atemnot mit expiratorischem Stridor (Giemen, Pfeiffen) und verlängertem Exspirium (Ausatmen) .........
Leitsymptom "Kopfschmerz" hier können sich viele verschiedene Krankheitsbilder verbergen: Migräne, Spannungs-KS, verschiedene Formen ohne strukturelle Läsion, Folgezustände nach Schädel-Hirn- Traumen oder aber Neuralgien, Kopf- und Gesichts- schmerzen sowie nicht klassifizierbare Formen.
AUFLÖSUNGEN:
Man kann hier immer die Auflösung letzten drei Monatsrätsel einsehen! Unbekanntes bitte immer im Pschyrembel oder einem anderen medizinischen Lexikon - oder auch im Internet - nachlesen.
Das Internet bietet eine Reihe von Informationen zu Gesundheit und Medizin. Leider kann man nicht alles einfach übernehmen, oft genug gibt es unsinnige oder falsche Darstellungen. Wikipedia oder Wickimedia sind Seiten, auf der JEDER seinen Senf beisteuern kann, ohne Kontrolle auf Richtigkeit oder Wahrheit. Darüber hinaus gibt es im Internet auch eigene Interessen, die vertreten werden! Das gilt uneingeschränkt auch für angebliche "Fachseiten oder Fachvertreter´!" Also Vorsicht bei Studien aus dem Internet!

Die bisher erschienenen Rätsel:
1 Akute Leukämie 2 Herpes zoster ophtal Kind 3 Lupus erythematodes 4 Lymphangitis 5 Akute Anämie ( megaloblastäre Anämie ) 6 Mitralinsuffizienz 7 Akute Glomerulonephritis 8 Schizophrenie 9 Quinke - Ödem 10 Hirnleistungsstörung – Demenz, Alzheimer 11 Botulismus 12 Myxödem 13 Immunschwäche Aids 14 Gynäkomastie 15 Impetigo contaginosa 16 Borreliose 17 allerg. Bindehautentzündung 18 Intracranielle Blutung 19 Otitis externa mit allergischem Ekzem 20 Herpes simplex genitalis 21 perniciöse Anämie 22 malignes Melanom 23 Schistosomiasis ( Bilharziose ) 24 Trichomoniasis vaginalis 25 Diabetes mellitus Typ I juvenil 26 Hyperventilationstetanie 27 Sepsis 28 Vergiftung mit Reinigungsmittel 29 Hepatitis A 30 Osteochondrose / Spondylose 31 Gallenkolik 32 Onychomykose 33 Colitis ulcerosa 34 Polyneuropathie bei Diabetes mellitus 35 Kopfläuse 36 akuter Mesenterialverschluss 37 postpartale Psychose 38 Trigeminusneuralgie 39 Mammacarcinom 40 Hautmilzbrand 41 Spontanpneumothorax 42 Pyelonephritis nach Zystitis 43 Psoriasis rheumatica 44 Endometriose 45 Labyrinthitis 46 Karpaltunnel - Syndrom 47 Lungenembolie 48 Hashimoto thyreoiditis 49 Turner - Syndrom 50 Agranulozytose 51 Tennisellenbogen' 52 Hörsturz 53 Stomatis aphthose 54 Kehlkopfkrebs 55 Influneza ( echte Grippe 56 Beckenvenenthrombose 57 Pleuritis sicca 58 Arbeitsunfall BG 59 Verdacht auf Cholera 60 Ringelröteln 61 Fraktur Caput Mandibularis 62 Lungenemphysem 63 Alzheimer Erkrankung 64 Scabies - Krätze 65 Hyperventilations - Tetanie 66 Migräne 67 Candida albican 68 Intussuszeption - Invagination 69 Tinea corporis 70 Aortenaneurysma 71 Magenkrebs 72 Morbus Addison 73 EHEC und HUS 74 Bandscheibenvorfall 75 Allergie 76 Erythema nodosa 77 Roemheld - Syndrom 78 Puerpurale Mastitis 79 axiale Gleithernie 80 Vorhofflimmern

Rätselauflösung Nr. 80
Es handelt sich um ein Vorhofflimmern.
Vorhofflimmern wird auch als absolute Arrhythmie bezeichnet! Es kann nur mittels eines EKG einwandfrei erkannt werden.
Es ist eine vorübergehende ( paroxysmale ) oder ständige ( permanente ) auftretende Herzrhythmusstörung mit ungeordneter Tätigkeit der Herzvorhöfe.
Gebräuchliche Abkürzungen sind AF oder Afib, Vfli, VoFli, VHF und VHFli.
Vorhofflimmern ist die häufigste bedeutsame Herzrhythmusstörung, allein in Deutschland leiden darunter etwa 300. 000 Menschen. Im Unterschied zum Kammerflimmern ist Vorhofflimmern nicht lebensbedrohlich, muss aber oft in schweren Fällen klinisch mit einer Herz - Defibrillation behandelt werden
Etwa 70 Prozent der Vorhofflimmer-Attacken bemerken die Patienten nicht oder eine kleine Übelkeit wird nicht mit dem Herzen in Zusammenhang gebracht.. Die Betroffenen klagen meist über unspezifische Beschwerden wie plötzlicher Leistungsknick, Müdigkeit, Palpitationen oder Schlafstörungen. Herzrasen bemerken 70 – 80 % der symptomatischen Patienten.
Darüber hinaus bedeutet Vorhofflimmern bei vielen Patienten ein 'erhöhtes Schlaganfallrisiko, weil die Durchblutung des Herzen kurzfristig unterbrochen wird und es zur Ansammlung kleiner Gerinnsel kommen kann. ( Typische Therapie: Marcumar bzw. einen Gerinnungsstörer, sowie einen Beta - Blocker )
Man unterscheidet beim Vorhofflimmern drei Unterschiede der Pulsfrequenz:
Bradyarrhythmie absoluta ( Puls unter 60 Schläge Min. ) normfrequente absolute Arrhythmie ( Puls von 60 bis 100 Schlägen Min ) Tachyarrhythmien ( Puls über 100 Schläge Min )
Eine weitere Unterscheidung ist der Zeitpunkt des Vorhofflimmerns: vagal – meistens während der Nacht sympathoton – morgens beim Aufstehen oder bei Stress und körperlicher Anstrengung
Leitsymptom des Vorhofflimmerns ist der unregelmäßige oder zu schnelle Puls, der in jedem Falle bei der körperlichen Untersuchung nach der Palpation und Auskultation auffallen muss.
Vorhofflimmern wird nach einem international anerkannten Datenstandard der American Heart Association ( AHA ) und des American College of Cardiology ( ACC ) in
- erstmals entdecktes Vorhofflimmern,
- paroxysmales Vorhofflimmern,
- persistierendes Vorhofflimmern und
- permanentes Vorhofflimmern
Ein Hinweis: im EKG fehlen die Vorhofwellen ( P – Welle )

Diagnoserätsel Auflösung Fall 79
Es handelt sich um eine axiale Gleithernie Hier stehen die Symptome der Refluxkrankheit im Vordergrund.
Bei einer Hernie ( lateinisch für "Bruch") kommt es zu einer Verschiebung von Därmen aus der Bauchhöhle durch eine Schwäche der Bauchwand unter das Bauchfell oder in die Bauchmuskulatur.
Bei der einfachen Form der axialen Gleithernie „gleitet“ der Magen an der Speiseröhre entlang durch die Lücke des Zwerchfells in den Brustkorb.
Dadurch wird der Zwerchfellmuskel an dieser Stelle geweitet, so dass solche Beschwerden immer häufiger auftreten. Völlig verständlich, wenn die Probleme nach dem Essen schlimmer werden.
Durch das Zurückfließen von Magensaft kommt es in der Speiseröhre zu Sodbrennen, saurem Aufstoßen, Schluckbeschwerden und oft auch zu Magenschmerzen bis hin zum Erbrechen...
Dysphagien und Schmerzen beim Essen und Trinken sowie Magenschmerzen können ebenso aber auch in Beziehung mit einer Zwerchfellhernie auftreten. In seltenen Fällen treten auch Begleiterscheinungen wie Heiserkeit und Husten - oder wie in unserem Falle – Atemnot auf. Die Patienten klagen auch sehr häufig über einen unangenehmen Mundgeruch ( Foetor ex ore ).
Über die Hälfte der Patienten haben aber keine Beschwerden.

Diagnoserätsel Auflösung Fall 78
Es handelt sich bei dieser Erkrankung um eine Puerperale Mastitis.
Bei der puerperalen Mastitis lassen sich zwei Formen erkennen: 1. eine bakteriell verursachte
Die bakteriell verursachte Mastitis muss nach ihrer Ursache abgeklärt werden. In unserem Falle hatte der Säugling eine Infektion des Nasen – Rachenraumes und war für die Brustentzündung verantwortlich. Infektionsweg: Hände ( Mutter oder Pflegepersonen ) – Nasen – Rachenraum des Säuglings – Brustwarze. Händedesinfektion ist die Nummer 1 aller Maßnahmen.
Aber auch andere Ursachen gibt es – Candida-, Schmier- , Kontakt- und durch Flüssigkeiten hervorgerufene Infekte.
Bei 2 von 3 Fällen tritt diese Mastitis nur einseitig auf, aber bei einem 1/3 der Frauen sind auch beide Brüste befallen. In den meisten Fällen tritt eine solche Entzündung selten während des klinischen Aufenthaltes, sondern fast immer erst zu Hause auf, wobei die seitlichen Brustsegmente häufiger befallen werden. Es kommt zur Entzündung mit chwellung und Rötung und Hitze der Brust sowie hohes Fieber und Schmerzen. Die Infektion wird durch Rhagaden oder Schrunden der Brustwarze deutlich schneller ausgebreitet.
Der Erreger ist in 95 % der Fälle das Bakterium Staphylococcus aureus und unterliegt dem § 34, I des IfSG ( Gemeinschaftseinrichtungen ).
Fazit: immer bei einer solchen Störung während der Stillzeit auch an den Säugling denken!
2. eine Stauungsmastitis
entsteht durch die Behinderung des Milchabflusses.
Die Ursachen sind vielfältig und können schon durch Stress der stillenden Mutter bei zu viel Besuch von Verwandten entstehen. Aber auch ein nicht passender Stil l- BH oder nur eine einseitige Bruststillung oder ..
Es kommt durch einen Milchstau zum Austritt von Milch aus dem Milchkanälchen und damit zu einer Entzündung des benachbarten Gewebes. Es besteht die Gefahr eines Abszesses.

Auflösung Fall 77
Es handelt sich um ein Roemheld – Syndrom ( Blähsucht, Meteorismus ), das oft mit schweren Magen - Darm –Beschwerden, Herzrasen und Panikattacken einhergeht.
Beim klinischen Bild kommt es zur vermehrten Ansammlung von Gasbakterien, die einen geblähten Magen und Darm verursachen ( auf hörbares Kollern achten ).
Da solche Beengtheiten besonders nach üppigen Mahlzeiten auftreten, wobei sich durch kräftiges Aufstoßen die Beschwerden oft kurzeitig lindern, lässt sich das Bild relativ gut diagnostizieren.
Durch den geblähten Magen kommt es zur Übelkeit, das Zwerchfell wird nach oben gegen den Brustkorb gedrückt, der aufgetriebene Magen – Darmbereich stimuliert den Nervus vagus – also das vegetative Nervensystem - Lunge und das Herz werden verdrängt und es folglich kommt es zu Atembeschwerden, zu Herzrasen, zu Herzrhythmusstörungen und zu Angina pectoris ähnlichen Beschwerden durch die Einengung des Mediastinum.
Fazit: die Betroffenen werden nervös und unruhig, bekommen Atemnot, Schweißausbrüche, Angstzustände ( bis zu Todesangst ) , Schwächegefühle,
Schwindelattacken – das kann bis zur kurzzeitigen Ohnmacht gehen – und sie können nachts nicht mehr schlafen.
Die Ursache wird im Zusammenhang mit falscher Ernährung, zu hastiges Essen, „Luft-Schlucken“ durch Gespräche während des Essens sowie in kohlensäurehaltigen Getränken gesehen. Alle blähenden Speisen sollten deshalb vermieden werden, weil sie die Gärung im Darm unterstützen und folglich die Gasbildung anregen.
Selten liegt die Ursache in einem Zwerchfellbruch ( paraösophageale Hiatushernie ), bei dem eine Öffnung im Zwerchfell - durch die normalerweise die Speiseröhre durchzieht – einem Teils des Magens den Durchtritt in den Brustkorb ermöglicht.
Die erweiterte Darmkrause in der Iris, Herz-, Lungen und Leberzeichen weisen unter anderem hier sehr deutlich auf ein mögliches Roemheld – Syndrom hin.

Fall 76 Auflösung
Erythema nodosum ( wird auch Knötchenrose genannt )
Diese Erkrankung ist eine akute Entzündung des Unterhautfettgewebes, ´ wobei es zur Bildung von begrenzten Flecken oder Knötchen unter der Haut kommt.
Diese sind leicht erhaben und druckempfindlich.
Hinzu kommt zu einen allgemeinen Krankheitsgefühl und oft treten Schüttelfrost, Fieber, rheumatischen Schmerzen und Magenbeschwerden auf. Der Ausschlag tritt hauptsächlich an den Schienbeinen oder Armen auf, kann aber auch andere Körperteile befallen.
Die rundlichen bis ovalen Knoten, die sich gruppiert anordnen können zwischen 1 cm und bis zu 5 cm Durchmesser groß werden.
Sie sind kräftig rot, bei Berührung schmerzhaft und Brennen häufig.
Stufenweise werden sie dunkler und können letztlich jede Färbung bekommen.
Von ganz hell über rotviolett, dunkelrot, blau, gelb -grün bis zu schwarz sind alle Farben und Schattierungen möglich. Sie entstehen durch den Abbau von Hämoglobin ( Bluterguss ).
Ein Erythema nodosum sollte sehr gewissenhaft unter die Lupe genommen werden, denn es ist eine Hauterscheinung als Symptom und keine eigenständige Erkrankung. Also unbedingt die Differentialdiagnose beachten!

Und jetzt nur nicht nervös werden, das nächste Rätsel dauert ja nicht mehr lange ......
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