Steingaden im Allgäu vom 30. 09. bis 05.10. 2012
Es sind noch
bis zum Allgäu

Die Lehre von den Leitbahnen ( Meridiane ):
Meridiane sind Kanäle, in denen die Lebensenergie Ying Qi frei fließt. Wir unterscheiden zwölf Hauptmeridiane. Jeder dieser Meridiane ist einem Organ beziehungsweise einem Organsystem zugeordnet. Auf diesen Meridianen liegen die Akupunkturpunkte ( Löcher ). Die Behandlung von Akupunkturpunkten soll den Fluss des Qi in den Meridianen ermöglichen und so verhindern, dass die Lebensenergie geschwächt wird und so auch Organe in Mitleidenschaft gezogen werden.
Die beiden Hauptmeridiane verlaufen in der Mitte des Körpers und teilen ihn quasi in zwei Hälften der Länge nach. Alle anderen Meridiane verlaufen paarig auf jeder Körperseite.
Yin Meridiane verlaufen von unten nach oben - von den Zehen zum Körper ( Stamm ) und vom Körper zu den Fingern.
Yang Meridiane verlaufen von oben nach unten - von den Fingern zum Kopf ( Gesicht ) und vom Kopf zu den Zehen. Aber Vorsicht mit Yin und Yang, denn der Begriff ist sehr variabel!
Da die Akupunktur aber noch immer zu den Methoden gehört, die von der Wissenschaft nicht anerkannt werden, gibt es auch über das Bestehen von Meridianen und Akupunkturpunkten keine gesicherten Beweise. Die Existenz eines Meridians ist bis heute nicht nachgewiesen. Womit wir wieder bei der Frage sind, was überhaupt ist „Wissenschaft“?
Meridiane sollen eine Zuordnung und Steuerung von Organen über gewisse, festliegende Punkte ( Akupunkturpunkte ) der Körperoberfläche gestatten.
Aber auch das Erkennen einer Störung eines Organs oder Organsystems ist über den Verlauf eines Meridians ebenso möglich wie psychische Probleme.
Wir werden im Einzelnen darauf aber noch sehr intensiv eingehen.
Die Meridiane, die sich paarig auf jeder Seite des Körpers befinden, sind alle zusammen in einem Kreislauf verbunden, wobei alle zwei Stunden ein Organ zu einer bestimmten Uhrzeit innerhalb von 24 Stunden für zwei Stunden
seine Höchstleistung erreicht.
So kann man in Verbindung mit der Organuhr energetische Störungen eines Organs oder eines Organsystems erfassen und den Qi - Fluss rechtzeitig durch eine Maßnahme positiv beeinflussen

Daher können Angst, Freude, Sorgen, Trauer und Wut auch über die Meridiane einzelnen Organen und Sinnesorganen zugeordnet werden.
Jeder kennt den Spruch: „Ist dir eine Laus über die Leber gelaufen?“
Die Anwendung der Akupunktur setzt das Wissen um die Kenntnis des energetischen Flusses, die anatomische Lage der einzelnen Akupunkturpunkte und die genaue Vorstellung der Wirkung dieser einzelnen Punkte voraus.
Dazu sollte man unbedingt auch Kenntnisse der chinesischen Diagnose beherrschen denn auch hier steht die Ganzheit des Menschen im Vordergrund.
Die Meridiane ( Kreise = orbis ) im einzelnen -
der genaue Verlauf wird im Seminar praktisch geübt:
Das Hauptgefäß ( aufnehmende Leitbahn Rs – früher Konzeptionsgefäß ) verläuft vorne von der Mitte des Schambeins bis zur Unterlippe.
Ist dieser Meridians geschwächt, sind alle anderen Meridiane ebenfalls schwach.
Das Gouverneursgefäß ( Leitbahn der Steuerung Rg – früher Lenkergefäß ) verläuft über die Dornfortsätze der Wirbelsäule - beginnend am Steißbein und es endet über dem Kopf verlaufend an der Oberlippe.
Im Lungenmeridian ( P = orbis pulmonalis ) )fließt die Energie von unterhalb des Schlüsselbeins bis zum Nagel des Daumens.
Der Dickdarmmeridian ( IC = orbis intestini crassi ) beginnt am Zeigefinger und endet seitlich des Nasenflügels.
Der Magenmeridian ( S = orbis stomachi ) beginnt unter der Augenhöhle und verläuft zur zweiten Zehe.
Der Milzmeridian – heute heißt er „Funktionskreislauf Mitte“ ( L = orbis lienalis – früher Milz – Pankreas ) verläuft von der großen Zehe über die mittlere Achsellinie zum 6. Interkostalraum.
Im Herzmeridian ( C = orbis cardialis ) fließt die Energie von der Achselhöhle bis zum kleinen Finger.
Der Dünndarmmeridian ( IT = orbis intestini tenuis ) beginnt am kleinen Finger und endet vor dem Ohr
Der Blasenmeridian ( V = orbis vesicalis ) beginnt am Augenhöhlenwinkel und verläuft über den Rücken zum kleinen Zeh.
Im Nierenmeridian ( R = orbis renalis ) verläuft die Energie von unter dem Fuß
über die Körpervorderseite bis unter das Schlüsselbeines
Im Herzbeutel ( Pc = orbis pericardialis ) beginnt der Energiestrom neben der Brustwarze und endet am Mittelfinger
Der Dreifacherwärmer ( T = orbis tricalorii ) verläuft vom Ringfinger bis zum Ende der Augenbraue.
Der Gallenblasenmeridian ( F = orbis felleus ) beginnt seitlich an der Augenhöhle und verläuft seitlich über den Körper ( Axillarlinie ) zur vierten Zehe
Im Lebermeridian ( H = orbis hepaticus ) fließt die Energie von der zweiten Zehe
bis zwischen die 6. und 7. Rippe auf der MCL.
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